Sonntag, 10. Februar 2019

Maulkorbgewöhnung - Praxisanleitung

Über die Notwendigkeit der Maulkorbgewöhnung auch für den Familienhund hatte ich ja bereits vor Kurzem geschrieben. Zunächst möchte ich noch einmal sagen, dass man sich für eine sinnvolle Maulkorbgewöhnung ein paar Wochen Zeit nehmen sollte. Hier nun eine Anleitung und einige Praxistipps:

Donnerstag, 31. Januar 2019

Maulkorb für den Familienhund – braucht man das wirklich?

Wozu brauch ich einen Maulkorb? Mein Hund beißt doch gar nicht!

Foto: Manuela Deinert

Es gibt unterschiedlichste Gründe, weshalb ein verantwortungsvoller Hundeführer seinen Hund an den Maulkorb gewöhnt, bevor dieser ihn braucht.


Maulkorb als Urlaubsvorbereitung


In vielen Urlaubsländern, beispielsweise Italien ist das Mitführen eines Maulkorbes Pflicht. Auf Verlangen muss dieser auch angelegt werden. Uns war das vor unserem ersten Südtirolurlaub mit Hund zwar bekannt, dennoch dachten wir, dass der Maulkorb nicht nötig wäre. Wer sollte sich schon vor einem Pudel fürchten und verlangen, dass ihm ein Maulkorb angezogen wird? Ich kann Euch verraten, dieser Trugschluss hat uns so einige Kilometer zu Fuß eingebracht.

Montag, 20. August 2018

Knurren trainieren?


Letztens im Wald: Wir gehen gemütlich mit einer Freundin und den Hunden gassi, als hinter der nächsten Biegung plötzlich ein fremder Hund vor uns steht. Der Hund meiner Freundin wird steif und knurrt. Das wedelnde Gegenüber versteht sofort, dass kein Kontakt erwünscht ist und läuft zurück zu seinem rufenden Frauchen, welches ihn nun auch anleint. 

Soweit eine völlig normale Begegnung. Meine Freundin freute sich nun aber lautstark: „Siehst Du, er hat geknurrt!!!“, zum Hund: „So ein feiiiiner Bub.“ Ich nicke ihr anerkennend zu: „Hat sich das Training ja doch gelohnt.“ Die fremde Hundehalterin, mittlerweile fast auf unserer Höhe, schüttelt verständnislos den Kopf. Als sie uns passiert, wendet sie den Blick missfällig murmelnd ab (und sieht nicht, wie ich meinem Hund sogar ein Leckerli gebe, nachdem/obwohl dieser den anderen Hund zwar „böse angeschaut“ hat, sich dann aber selbstständig wieder abwendet).

„Böses Knurren“?

Im Grunde kann ich die Verwirrung der Dame sogar verstehen, denn es wirkt zunächst tatsächlich merkwürdig, wenn ein Hund für aggressives Verhalten bestätigt wird und seine Menschen sich darüber auch noch als Trainingserfolg freuen.

Mittwoch, 21. März 2018

Stolpersteine bei der (BH-)Prüfung





Man ist bestens auf die (BH-)Prüfung vorbereitet, aber trotzdem aufgeregt, damit auf der Zielgeraden nichts schiefgeht, hier ein paar Dinge, an die man im Vorfeld schon denken sollte.
Da man am Prüfungstag ohnehin aufgeregt ist und deshalb auf den eigenen Hund „fremd“ wirkt, sollte möglichst viel „normal“, also wie sonst auch sein.


Sonntag, 28. Januar 2018

Prüfungsvorbereitung I: Chip ablesen




 You never get a second chance to make a first impression – den ersten Eindruck, den der Richter von einem Team bekommt, ist das Chipablesen und die damit verbundene Prüfung der Unbefangenheit. Sind Hund und Hundeführer ein gutes Team, das auch in ungewohnten Situationen souverän auftritt? Meidet der Hund und wird an ihm herumgezerrt? Oder wirken b e i d e  sogar reaktiv? 

Um bei der BH-Prüfung und beim Turnier einen guten Eindruck zu machen, üben wir das Chipablesen regelmäßig in der Junghundestunde. Das bedeutet aber nicht, dass dies auch bei einem Fremden, was der Richter ja in aller Regel ist, funktioniert. Hundeführer, die auf Nummer sicher gehen möchten, können das Thema aber auch mit einem ganz einfachen Trick zuhause bearbeiten.

Samstag, 30. Dezember 2017

Silvester - trösten erlaubt



Silvester steht vor der Tür, geböllert wird schon seit Tagen. Und als ob das für unsere Haustiere nicht schon schlimm genug wäre, sind die Medien auch noch voll mit dem längst als falsch erkannten Aufruf die Angst der Tiere zu ignorieren, um ihre Furcht nicht zu bestätigen.

Die Verhaltensforschung zeigt seit Jahren, dass unser Bauchgefühl als Tierbesitzer richtig ist: die Tiere brauchen an Silvester unsere (körperliche) Zuwendung. Und wer das immer noch nicht glauben mag, bekommt heute etwas von einer echten Sachverständigen.

Ich freue mich sehr Euch zu diesem Thema einen Text der Biologin und Verhaltensforscherin Dr. Ute Blaschke-Berthold präsentieren zu dürfen.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Will mein Hund mich ärgern?




Alle marschieren hoch konzentriert auf den Hundeplatz und werden von ihren Vierbeinern angehimmelt. Man selbst versucht auch möglichst ordentlich in die Baumreihe zu gelangen, aber auf der halben Strecke fängt der Hund an in die Leine zu beißen und wie wild rumzuhüpfen. Man steht mitten auf dem Platz, jedoch tut sich leider kein Loch im Boden auf, in dem man versinken könnte.

Es geht aber auch anders. Die Stunde läuft, bisher ging auch alles recht ordentlich, wenn auch der Hund heute ein wenig unmotiviert wirkt, aber wer kann es ihm verdenken bei der Unruhe, die heute herrscht. Man ist ja selbst schon etwas genervt. Dann ist plötzlich das „Platz“ krumm und schief und am Ende geht es gar nicht mehr. Statt dessen wälzt sich der Hund völlig unerwartet wie blöd und kommt dann auch noch mit einer Spielaufforderung daher.

Bei anderen fängt der Hund plötzlich an runzuhampeln und Reste des herumliegenden Rasenschnitts zu sammeln und zu beuteln. Oder springt fiepend am Hundeführer hoch.

Jeder kennt das, man hat fleißig trainiert und alles lief eigentlich auch sehr gut und dann ist der Hund plötzlich wie ausgewechselt. Selbst den wohlmeinendsten Zeitgenossen drängt sich da ab und zu das Gefühl auf, der eigene Vierbeiner wolle einem auf der Nase herumtanzen. Dies wäre allerdings eine zutiefst menschliche Reaktion, welche es im Verhaltensrepertoire des Hundes schlichtweg nicht gibt. Warum sie aus Hundesicht keinen Sinn ergibt, aber das vom Hund gezeigte Verhalten bei uns gewisse Ängste und Vorstellungen triggert, werde ich später einmal erklären. Heute geht es darum, weshalb der Hund dies tut. Was steckt also dahinter?